Eine große Familie

 

Editorial:

Liebe Leser,
das Unternehmensmodell Genossenschaft ist unverwüstlich und hat durch ständige Veränderung und Anpassung an die Erfordernisse des Marktes seit mehr als 150 Jahren alle gesellschaftlichen Umbrüche erfolgreich gemeistert. Ein Paradebeispiel dafür ist die Geschichte des Genossenschaftswesens im Osten Deutschlands. Unter dem Diktat der Planwirtschaft um ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit gebracht, fiel es den Konsumgenossenschaften der DDR entsprechend schwer, sich nach der Wende von jetzt auf gleich im Wettbewerb mit der marktwirtschaftlich versierten westdeutschen Konkurrenz zu behaupten. In dieser schwierigen Übergangszeit waren die ostdeutschen  Konsumgenossenschaften allein auf sich gestellt. Der damalige Verband der Konsumgenossenschaften - VdK eG verhinderte, dass diese als private Unternehmen unter das Kuratel der Treuhand gestellt wurden. Das war die entscheidende Voraussetzung für das Fortbestehen. Erschwerend kamen die ungeklärten Eigentumsverhältnisse hinzu, denn der damalige VdK, seine Mitglieder und damit notwendige Reglungen zum konsumgenossenschaftlichen Eigentum wurden im Einigungsvertrag regelrecht vergessen. Auch namhafte Unternehmensberater mit „schnellen“ Gutachten waren wenig hilfreich. Roland Berger beispielsweise empfahl den Genossen sich umgehend von ihrer Industrie zu trennen. Heute gehören die Magdeburger Röstfein Kaffee GmbH und die Bürstenmann GmbH in Stützengrün zu den Leuchttürmen des Wirtschaftsunternehmens Zentralkonsum eG. Unter ihrem Dach haben sich mittlerweile 32 genossenschaftliche Unternehmen mit 212 000 Einzelmitgliedern vereint. Geführt werden Sie von starken Unternehmerpersönlichkeiten, deren Bilanz sich sehen lassen kann, wovon Sie sich in diesem Heft persönlich überzeugen können.
Herzlichst
Ihr Martin Bergner

Leserzuschrift:
Liebe Genossenschafter der Zentralkonsum eG,
eine gelungene Broschüre, die Herkunft, Gegenwart und Zukunft in sich vereint, worauf nicht nur die "KONSUM-MACHER", sondern auch die 212.000 Mitglieder; nebst den "Konsumveteranen", zu denen ich gehöre, stolz sein können.
15. Mai 2014

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